Macht’s gut

3 Nov

Ich persönlich finde es immer schade, wenn Blogs den letzten Update vor ein paar Monaten hatten und man sich als Leser fragt: Passiert da noch was?
Hier passiert nämlich nichts mehr – mir fehlt schlicht die Zeit, um mich richtig um den Blog zu kümmern.
Das ist natürlich auch schade, aber immerhin gibt’s einen Abschluss.
Vielen Dank, es hat viel Spaß gemacht, aber das ist das Ende des Blogs.

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Hundezahnhorror

18 Okt

Wenn man mal länger nicht bloggt, bleiben ein paar Geschichten auf der Strecke, zum Beispiel die Schreckensmär von Onnos Doppelzähnen.
Jepp, Onno hatte beidseitig doppelte Canini. Das lustig ist, weil das „Hundezähne“ heißt, und davon hat er natürlich eine Menge, eigentlich kann man nämlich auch Eckzähne sagen, im Oberkiefer, davon hatte er vier.
Insgesamt.
So sah das aus:
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Das passiert bei kleinen Hunden öfter, und wenn man einen sehr geschäftstüchtigen Tierarzt hat, dann strahlt er einen an, erzählt einem etwas vom Zähne ziehen und Zahnspangen, die ein Mal im Monat unter Vollnarkose fester gestellt werden müssen und dergleichen mehr.
Hat man einen vernünftigen Tierarzt, dann sagt er, dass man warten soll.
Und warten.
Wir haben etwa zwei Monate gewartet und ungefähr fünfzehn komplette Ochsenschwänze verfüttert, Dende hat auch mitgeholfen, dazu Hühnerhälse, Hühnerflügel, Rinderrippchen und was sonst noch da war.
Kurzfristig haben wir sogar darüber nachgedacht, die Sache mit dem Bindfaden und der Türklinke zu machen.
Und eines Tages war dann wundersamerweise auch der letzte Zahn gefallen.
Ganz ohne Vollnarkose und Zähne ziehen.

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Die Onno-Überraschung

4 Okt

Mal ganz ehrlich: Als wir uns seinerzeit entschieden haben, einen Rauhaardackel zu nehmen, bin ich mehr oder weniger davon ausgegangen, dass das kleine Ungeheuer ein fieser, kleiner Halbterrier und Arschloch-Hund sein würde, der – wie man so schön sagt – eine strenge Erziehung mit Konsequenz erfordern würde.
Was natürlich ein Problem ist, weil diese Art der Hundeerziehung mir komplett gegen den Strich geht.
Und dann kam Onno.
Eigentlich wollten wir ja seinen Bruder haben.
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Das ist mal ein properes kleines Bürschchen mit einem richtigen Bart und alles.
Doch beim Besuch waren wir ihm völlig egal, wohingegen Onno sich auf meinen Schoß und in mein Herz geschlichen hatte und was soll man da denn bitteschön sonst machen?
Eben.
Onnos Rauhhaardackelbärtchen ist übrigens immer noch sehr blond und eher ein chinesischer Drachenbart.
Aber das war vorherzusehen.
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Nicht vorherzusehen war, dass Onno so ein schlauer kleiner Kerl ist, schwer lustig und charmant.
Außerdem scheint ihm die Schule der Nicht-Hundeschule gut zu tun, er hat ein ausgezeichnetes Sozialverhalten, er lernt schnell und kann einige Tricks, die mich total verblüffen.
Zum Beispiel kommt er im Ernst immer gerannt, wenn man ihn ruft.
Immer.
Das ist mein Lieblingstrick.
Onno war noch nie an der Schleppleine, weil er uns immer im Auge hat, und sofort losrennt, wenn wir zu weit weg sind.
Dende und Onno verstehen sich mittlerweile auch prächtig.
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Im Großen und Ganzen also ein echter Glückstreffer.
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Nur eine Frage bleibt vorerst ungeklärt:
Wem gehört das neue Körbchen?
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Gekauft haben wir es eigentlich für Onno, der da auch perfekt rein passt.
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Dende meint allerdings, dass er da noch viel perfekter reinpasst.
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Und jetzt Werbung!

5 Sep

Eigentlich poste ich hier ja keine Werbung selber, das kann WordPress ja auch ganz alleine, aber dieser Spot hat mich zu Tränen gerührt.
Muss jetzt einen Pott Farbe und ein paar Bretter kaufen, für irgendwas.

Auf dem Markt

26 Aug

Ich habe es schon mal gesagt und ich werde es wieder sagen: Großhundbesitzer denken, dass kleine Hunde keine „richtigen“ Hunde sind. Kleinhundhalter denken, dass Großhundhalter mit der Größe ihres Hundes etwas kompensieren müssen, womit Freud sich Zeit seines Lebens beschäftigt hat.
Aber oben steht ja „auf dem Markt“. Manchmal gehe ich mit den Dackeln zum Markt, da ist mein Lieblingsbäcker und auch ein Metzger, der immer Knochen für die Hunde hat, das ist schön. Weniger schön ist, dass Hunde eigentlich auf dem Markt gar nicht erlaubt sind, und so achte ich immer darauf, dass die beiden sich möglichst unauffällig verhalten und brav unter der Tütenabstellleiste sitzen.
Bis sich ein Greyhound und sein Herrchen nähert.
Hamburger Hundehalter sind allgemein enorm aufdringlich.
Ich stehe immer noch an und stelle mich dazwischen, weil ich eben keinen Mordstrubel auf dem Markt mit einem Knäuel aus drei Leinen mit optional zornigem Dendemann haben will.
„Ach“, macht das Herrchen überrascht, „ist das nicht erwünscht?“
„Nein“, sage ich, und damit wäre alles gesagt gewesen, wenn nicht der reizende Herr noch einen hätte drauf setzen müssen.
„Uuuuh! Wilde Tiere!“
„Uuuuh! Rücksichtslose Menschen!“
Bedauerlicherweise habe ich ihn auf dem weiteren Weg dann nochmal von weitem gesehen. Ich leine die Jungs also wieder an und mache einen riesengroßen Bogen, um eben nicht an dem reizenden Herren vorbei gehen zu müssen.
Greyhounds kann man übrigens wirklich nicht sehen, die sind einfach plötzlich da.
Ich erspähe den netten Mann am anderen Ende der Wiese und applaudiere ihm.
Er ist eben doch ein Mordshecht.
Freud hätte sicher seine wahre Freude mit ihm.

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Sonnenuntergänge

21 Jul

Hamburg, wie ich unlängst in Kommentaren bei Mein Apulien in den Kommentaren bejammerte und wehklagte, ist oft sehr grau. Ist der Himmel grau, ist auch die Alster grau, und das macht mich oft sehr unfroh.
Sehr froh hingegen machte mich ein geschenkter Sonnenuntergang aus Apulien, der eben so alles andere als Grau war.
Und mittlerweile sind da sogar schon zwei spektakuläre Sonnenuntergänge.
Und darum muss ich mich mal revanchieren.
Tief durchatmen.

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Definitiv nicht in Hamburg.

Die Sache mit dem Auslasten

11 Jul

In letzter Zeit höre ich das oft: Der Hund muss richtig ausgelastet werden, sich richtig auspowern. Und dann marschiert Frauchen mit dem Hund zu Kursen mit englischen Namen wie Dog Dance, Fly Ball oder Agility. Eine Welpengruppe wurde mir sogar letztens als besonders gut angepriesen, weil die Welpen da so toll toben, dass sie an Ort und Stelle umfallen. Eine andere Hundehalterin geht mit ihrem vier Monate alten Welpen mehrere Stunden am Tag spazieren, weil der sonst nicht müde wird.
Hm.
Ich bin mir sicher, dass alle Hundehalter, die das mit ihren Tieren veranstalten, nur das Beste wollen, aber ich glaube, wir sitzen hier einem Interspezies-Missverständnis auf.
Sind die Hunde wirklich glücklich, wenn sie voll ausgelastet sind?
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Sieht Dende hier glücklich aus?
Ja, nein, vielleicht – hauptsächlich war’s an diesem Tag heiß und er hechelt, was das Zeug hält.
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Auf diesem Bild hingegen war er wirklich zufrieden, weil er einen Karton mit einigen Überraschungen drin schreddern durfte.
Will sagen: „Überhitzt und erschöpft“ und „glücklich und zufrieden“ sieht im Hundegesicht oft ziemlich ähnlich aus.

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