Der Hundeklugscheißermythos “Das machen die unter sich aus” hält sich hartnäckig wie ein alter Kaugummi in der Frisur nach einer gar nicht mal so guten Party, doch warum?
Folgende Situation: Zwei fremde Hunde begegnen einander, einer versucht, den anderen zu bespringen, was dem anderen nicht passt, daraufhin gibt’s ein Warnknurren.
Ist der fremde Hund größer als der eigene, sagt der Besitzer dann: “Das machen die schon unter sich aus.”
Aber warum eigentlich?
Der Hundeklugscheißer sagt jetzt, dass sie “ihre Rangordnung klären müssen”, danach folgt mit einer gewissen herablassenden Arroganz meist der Spruch, dass man ja gar keine Ahnung von natürlichem Hundeverhalten habe.
Aber haben Hunde, die sich mit etwas Glück nie wieder sehen, überhaupt eine Rangordnung?
Natürlich nicht – was es umso sinnloser macht, eine laute Rauferei, die problemlos und sehr schnell zu einer richtigen Beißerei werden kann, zu riskieren.
Und deswegen habe ich heute mal einem fröhlichen Frauchen, die auch meinte, dass die Hunde das unter sich ausmachen, erklärt, dass ich das auch gern mit ihr ausmachen kann.
Das fand sie dann irgendwie nicht richtig.
Seltsam.
Das Schlimme an Hundeklugscheißern ist ja nicht nur, dass sie überall sind, sondern auch, dass sie von ihren Hundeklugscheißermythen so überzeugt sind.
Meiner Meinung nach ist es in einer solchen Situation am besten, den eigenen Hund so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone zu bringen und seines Weges zu ziehen.
Und wenn ich es dann noch schaffe, mich nicht fürchterlich darüber aufzuregen, ist der erste Schritt zur Erleuchtung geschafft.
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